Pränataldiagnostik

Fetale Echokardiographie

Die Untersuchung des kindlichen Herzens ist wesentlicher Bestandteil des Organscreenings, 8 -10 Kinder von 1000 werden mit einem Herzfehler geboren. Die Hälfte davon muss operiert werden. Der Herzfehler ist die dritthäufigste, aller Fehlbildungen und kommt häufig bei Störungen der Chromosomen vor.

Unabhängig von der Routineuntersuchung im Rahmen des Organscreening, sollte aus folgenden Gründen die Notwendigkeit einer speziellen Herzuntersuchung gestellt werden:
Herzfehler in einer vorangegangenen Schwangerschaft
+ Familiäre Herzfehler
+ Infektionen (z.B. Röteln)
+ Verdacht auf Fehlbildung im Rahmen des Mutter-Kind-Pass-Ultraschalles
+ Fehlbildungen bzw. Abweichung von der Norm andere Organe betreffend

Im Schwarz Weiß Modus beurteilt man:
die Lage Größe und Symmetrie des Herzens
der Größe und Form der Herzkammern und Vorhöfe
die Darstellung der Herzklappen
die Kontrolle der korrekten Lage und Einmündung der großen Herzgefäße
die Beurteilung der Herzfrequenz und der Rhythmik

Mit Hilfe der Farb-Dopplersonographie werden nun die Blutflüsse im Herzen und in den großen Gefäßen dargestellt und in Bezug auf die Flussrichtung und Geschwindigkeit beurteilt. die Funktion der Herzklappen und die Beschaffenheit der Trennwände im Herzen kann besser beurteilt werden.

Da sich die Strömungsverhältnisse beim Kind im Rahmen der Entwicklung verändern, sind manche Fehlbildungen leider erst zu einem späteren Zeitpunkt erkennbar.

Ein wesentliches Faktum zur ausreichenden Beurteilung neben der Geräteausstattung und der Qualifikation des/der Untersuchers /in des Ungeborenen ist die Lage der Gebärmutter, der Placenta, des Kindes, die Fruchtwassermenge, aber auch die Stärke der mütterlichen Bauchdecke, gelegentlich auch die Beschaffenheit der mütterlichen Darmschlingen. Je mehr Schall absorbiert wird, desto schwieriger die Schallbedingungen und desto ungenauer das Ergebnis.

Zusammenfassend kann ein speziell ausgebildeter Untersucher ca. 80-95% der Herzfehler erkennen.

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