Ersttrimesterscreening

Das sogenannte Ersttrimenon- oder Ersttrimesterscreening (eine Untersuchung im ersten Schwangerschaftsdrittel) dient zur Erkennung von Chromosomenanomalien wie dem Down-Syndrom .
Es besteht aus dem Verfahren einer speziellen Ultraschalluntersuchung, der Miteinbeziehung des "Altersrisikos" der werdenden Mutter und einer Blutuntersuchung.

Altersrisiko für Down-Syndrom
(bei einer 12 Wochen alten Schwangerschaft)
        20 Jahre 1 : 1070
        25 Jahre 1 : 944
        30 Jahre 1 : 634
        32 Jahre 1 : 475
        34 Jahre 1 : 330
        36 Jahre 1 : 213
        38 Jahre 1 : 131
        40 Jahre 1 : 78
        42 Jahre 1 : 46
        44 Jahre 1 : 26

Bei einem Risiko, das höher als ein Schwellenwert von 1:300 ist, wird eine eingehende Beratung durchgeführt.

Die Entdeckungsrate ist das mathematische Ergebnis von Berechnungen. Sie gibt die Wahrscheinlichkeit an, wie hoch das Risiko ist, dass das Kind an einem Down Syndrom erkrankt ist. Es ist ein individueller Wert mit dem Ergebnis eines individuellen Risikos. 1: 1500 bedeutet, dass von 1500 Schwangeren im gleichen Alter MIT dem gleichen Messergebnis der NT eine ein Kind mit Down Syndrom zu Welt bringen wird.

Im Vergleich dazu wird das Hintergrundrisiko (Risiko allein vom Alter ein Kind mit Down Syndrom zu gebären) gesetzt. Niedrige NT setzt das Risiko herab; Hohe NT erhöht das Risiko.

Durch Untersuchungen den Kriterien der FMF London entsprechend, kann man durch NT Messung und Bestimmung von Werten aus mütterlichem Blut eine weit höhere Aussagekraft der Wahrscheinlichkeit erzielen. Die zusätzliche Untersuchung des kindlichen Nasenbeins sowie eine Befundung des Blutflusses an der rechten Herzklappe erhöhen die Treffsicherheit des errechneten Risikowertes. Ein unauffälliger Blutfluss eines Gefäßes zum Herzen wirkt sich auch positiv auf die Berechnung aus.

Zum Zeitpunkt der NT Messung wird aber auch die Anatomie soweit als möglich beurteilt: das Profil, die knöchernen Strukturen, das Herz, der Magen, die Beine und Arme. Auch bei dieser Untersuchung sind die Lage des Kindes, der Placenta, des Uterus sowie die mütterlichen Bauchdecken maßgeblich für das Gelingen der Untersuchung verantwortlich.

Eine vergrößerte Nackentransparenz ist zwar ein Hinweiszeichen, dass möglicherweise eine Störung vorliegen kann, aber kein Beweis für d as Vorliegen. Die Flüssigkeit kann auch aus unbekannten Gründen vermehrt sein, ohne dass krankmachende Ursachen vorliegen. Es gibt keine exakte Grenze zwischen normal und krankhafter Nackentransparenz.

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