Farb-Dopplersonographie Wellbeeing Ultraschall

Die Untersuchung des Blutflusses in den kindlichen Gefäßen ( Nabelschnur, Hirngefäße; zum Herzen führende Gefäße ) sowie der mütterlichen, die Gebärmutter versorgenden Gefäße mittels Farb Doppler-Ultraschalluntersuchung ist eine Untersuchungsmethode, die Ihrem Kind und Ihnen nicht schadet. Für Sie ergibt sich kein Unterschied zu der normalen Ultraschalluntersuchung. Der/die Arzt /Ärztin stellt die Funktionen am Ultraschallgerät ein; fließendes Blut hören Sie als Klopfen oder Rauschen. Die Durchblutungsmessung Ihres Kindes kann zielführend ab der 26.SSW durchgeführt werden.

Das Zusammenspiel der dopplersonographischen Messung von kindlichen und mütterlichen Blutflüssen erlaubt die Beurteilung der Befindlichkeit des Kindes für einen abgrenzbaren Zeitraum im Voraus. Eine wiederholte Kontrolle ist die notwendige Folge. Man kann auch das relative Ausmaß eines zum Zeitpunkt der Untersuchung bestehenden Mangels an Sauerstoff bzw. Nährstoffzufuhr feststellen. Die Beurteilung des kindlichen Herzschlages im CTG wäre eine weitere Möglichkeit um die Aussagekraft, vor allem die momentane Situation betreffend, zu erhöhen.

In seltenen Fällen findet man dermaßen krankhafte Veränderungen der Dopplerkurven - welche Ausdruck einer Mangelsituation sind, die bisweilen gerade noch die mindest notwendige Versorgung beweisen. Daraus ergibt sich manchmal die Notwendigkeit der Entbindung.

Die Doppleruntersuchung darf aber nicht mit Folgeuntersuchungen nach Organscreening verwechselt werden.

Indikation zur Dopplersonographie:
+ kindliche Mangelentwicklung oder Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) in vorangegangener
   Schwangerschaft
+ mütterliche Erkrankungen wie Bluthochdruck, Nierenerkrankungen, Zuckerkrankheit oder
+ Störungen der Blutgerinnung
+ kindliche Wachstumsverzögerung
+ verminderte Fruchtwassermenge oder auffälliger Mutterkuchen
+ auffälliges CTG Herzton und Wehenschreibung
+ Verdacht auf Gestose (Schwangerschaftsvergiftung)
+ Mehrlingsschwangerschaft

Da diese Untersuchung meist nach der 26. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird, ist sie keinesfalls mit der weiterführenden Organdiagnostik ("großer Ultraschall") gleichzusetzen, der normalerweise zwischen der 20. und 23. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird und in deren Rahmen Fehlbildungen des Kindes bestmöglich erkannt werden können.

Gewichtsschätzung
Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, umso schwieriger wird die Bestimmung des kindlichen Gewichtes. Obwohl die Werte aus Kopf- Bauchumfang und Oberschenkellänge berechnet werden, ist die Messfehlerbreite ca. 10 %. Fruchtwasser, als physikalisches Transportmittel für den Ultraschall wird mit zunehmender Schwangerschaftsdauer weniger; die wachsenden Knochen absorbieren mehr Schall.
Dieser Umstand erklärt auch, dass bis dahin nicht erkannte Fehlbildungen mit noch geringerer Wahrscheinlichkeit als zum Zeitpunkt des Organscreenings gesehen werden können. Dem oft gehegten Wunsch nach einem schönen Ultraschallbild kann daher am Ende der Schwangerschaft meist nicht mehr entsprochen werden.

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