NT-, Nackenödem-, Nackentransparenzmessung
Der Wunsch nach vorgeburtlicher Abklärung in der Frühschwangerschaft, das Risiko
zu erfassen, inwieweit eine
Chromosomenstörung
vorliegt, wünschen sich viele werdende Eltern, insbesonders das Risiko für
Trisomie 21
, als häufigste Chromosomenstörung.
Zum sicheren Ausschluss einer erkennbaren Chromosomenstörung (99,8 %) ist immer
eine
invasive Diagnostik
(Verfahren, mit deren Hilfe kindliche Zellen zur weiteren Untersuchung gewonnen
werden) notwendig.
Ob nun die
CVS
(Placentapunktion ab der 12. SSW möglich) oder die
Amniocentese
(Fruchtwasseruntersuchung ab der 16. SSW) angestrebt wird, muss festgehalten
werden, dass es in 0,5 % - 1% der Punktionen zu einem Abortus im Anschluss an
die Untersuchung kommt.
Die Lehrmeinung von früher, Frauen ab dem
35. Lebensjahr
die invasiv genetische Abklärung anzubieten, ist wissenschaftlich als Grund für
invasive Diagnostik nicht mehr haltbar. Es ist korrekt, dass mit zunehmendem
mütterlichen Alter die Wahrscheinlichkeit einer Chromosomenstörung steigt.
Statistisch gesehen, werden 70% der am Down-Syndrom erkrankten Kinder, von
Frauen, die jünger als 35 Jahre alt sind zur Welt gebracht. Diese Frauen würden
nach dem System der Altersgrenze nicht erfasst. 30% der Kinder mit Down-Syndrom
werden von Frauen älter als 35 Jahre geboren. Theoretisch würden viele dieser
Schwangeren einen
invasiven Eingriff CVS / AC
vornehmen lassen, mit dem Risiko der Fehlgeburt, obwohl ihr Kind gesund ist!

Ziel war und ist es, eine hohe Entdeckungsrate
ohne Invasive Methoden
zu entwickeln. Die Untersuchung kindlicher Zellen aus dem mütterlichen Blut
(gelangen über die Placenta in geringsten Mengen in mütterliches Blut) würde
die beste Form darstellen. Technische Möglichkeiten gibt es bereits, der
Aufwand aber ist sehr kostenintensiv.
Prof.K. Nicolaides Gründer der
Fetal Medicine Foundation (FMF)
London hat in jahrelanger Forschung Methoden entwickelt um nicht invasiv eine
hohe Entdeckungsrate zu erzielen, und um nur mehr bei individuell errechnetem
hohen Risiko eingreifen zu müssen.
Ärzte/Ärztinnen, die eine Untersuchung nach diesen Kriterien mit den
entsprechenden Computerprogrammen durchführen wollen, müssen sich zertifizieren
(Exakte Bilder werden in London beurteilt, unter Aufsicht muss geschallt, und
eine Prüfung gemacht werden). Jährliche Rezertifizierung ist erforderlich.

Die Darstellung einer
Flüssigkeitsansammlung
im Nackenbereich,
NT (Nuchal translucancy = Nackentransparenz = Nackenödem =
Nackenfalte-Volksmund)
welche bei jedem Ungeborenen auch Gesundem nachzuweisen ist, und von der 11.
bis zur 14. SSW gemessen werden kann ist die Basis der Berechnung. Entsprechend
der Zunahme der Flüssigkeit - im Ultraschallbild erscheint der zu messende
Spalt breiter ergibt sich im Zusammenspiel mit Schwangerschaftswoche und dem
mütterlichen Alter ein Wert, der ein Risiko bestimmter Höhe widerspiegelt.