Organscreening
Bei dieser Form des
vorgeburtlichen Ultraschalles
handelt es sich um eine differenzierte
Organdiagnostik
, bei der man so viel wie möglich von dem Ungeborenen erfahren möchte. Empfohlen
wird diese Untersuchung auch vom
Bundesministerium für Gesundheit
, wie man aus dem entsprechenden Vordruck im
Mutter Kind Pass
ersehen kann.

Es handelt sich ebenso, wie die
Fetale Echokardiographie
(Herzuntersuchung) um eine Untersuchungsform, zu deren Durchführung es einer
hochqualifizierten Ausbildung bedarf, die nur durch Spezialisierung und viel
Erfahrung erworben werden kann. Die Bestätigung dieser Qualifikation erhält
der/die Arzt/Ärztin nach erfolgter Ausbildung und Prüfung durch Verleihung des
Diploms
ÖGUM Stufe II
(ÖGUM = Österreichische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin). Die
Anwendung der diagnostischen Fähigkeiten ist nur mit
hochauflösenden Ultraschallgeräten
möglich.
Auffälligkeiten, festgestellt durch den die betreuenden Fachartz/ärztin bei Untersuchungen im
Rahmen des Mutter Kind Passes (z.B. von der Norm abweichende Strukturen beim
Kind, Veränderungen der Fruchtwassermenge - zu viel oder zu wenig -) sind ein
weiterer Grund zur Durchführung dieser Untersuchung.
Bei dem Organscreening werden routinemäßig die
Maße und
Lage
des Kindes sowie
Placenta-Lage
und
Beschaffenheit sowie
Fruchtwassermenge diagnostiziert. Ebenso wird der Umriss des Kindes den gesamten Körper
betreffend beurteilt. Man ist bestrebt so viele Informationen wie möglich über
alle darstellbaren Organe zu erhalten. Teilweise kann durch das Vorhandensein
von Strukturen ein indirekter Schluss gezogen werden, dass auch die
darunterliegenden nicht sichtbaren Strukturen vorhanden sein müssen.
Manchmal kann bei Auffälligkeiten eines Teiles des
Organsystems
auf Probleme im Gesamtsystem geschlossen werden, zB Magen, Harnblase. Auf Grund
der Entwicklung des Kindes sind leider nicht alle möglichen Fehlbildungen zum
Zeitpunkt des Organscreenings mit Sicherheit auszuschließen - zB der
Zwerchfellbruch (Zwerchfellhernie). Zur Darstellung kindlicher Gefäße (
Niere, Nabelschnur
) sowie bei der
Herzuntersuchung
bedient man sich der
Farbdoppleruntersuchung
. Die
fetale Echocardiographie
(Untersuchung des fetalen Herzens) wird bei jedem Organscreening durchgeführt.